Lange Zeit wurde die Bedeutung von Wildbienen für unser Ökosystem unterschätzt. Allein in Deutschland leben ca. 560 Wildbienenarten. Wir haben hier einen kleinen Überblick über die wichtigsten Bienenarten erstellt. Weitere findest du zum Beispiel auf unseren Bienensammelkarten.

Mauerbiene

Die Mauerbiene ist zwischen 8 und 14 mm groß (etwa so groß wie ein Fingernagel), stark behaart und schwirrt ab März durch unsere Natur.  > Zum Steckbrief

Die liebsten Nistplätze der Mauerbienen sind Pflanzenhalme, Löcher in Holz oder Lehm und in, von Menschen errichteten, Nisthilfen. Mithilfe von Mörtel und Holzfasern verschließen sie ihre Nistplätze. Obstbäume, blühende Wildkräuter, Weiden, Vergissmeinnicht und Primeln dienen den Mauerbienen als Nahrungsgrundlage.

Löcherbiene

Die Löcherbiene ist zwischen 6 und 8mm groß. Damit ist sie etwas kleiner als die Mauerbiene. Sie hat eine schwache, schwarz - graue Behaarung und ist ab März unterwegs.

Bevorzugte Nistplätze sind für die Löcherbienen totes Holz oder hohle Pflanzenstängel. Sie verschließen ihre Nistplätze mit Harz und Lehm.

Korbblütler wie Greiskraut, Kamille, Rainfarn oder Schafgarbe dienen den Löcherbienen als Nahrungsgrundlage.

Scherenbiene

Die Scherenbiene ist zwischen 4 und 14 mm groß und damit in etwa so groß wie ein kleiner Fingernagel. Die hat eine schwache, schwarze Behaarung und sie sind, genau wie die Mauerbienen, ab März unterwegs.

Ihr Name kommt daher, dass die Weibchen scherenartige Mundwerkzeuge besitzen. Auch die Scherenbienen nutzen Hohlräume, Holz und hohle Stängel als Nistplätze, die sie mit Mörtel und Steinchen verschließen. Ihr Nahrungsangebot besteht beispielsweise aus Glockenblumen und Hahnenfuß.

Wollbiene

Wollbienen fliegen ab April umher, sind zwischen 11 und 18mm groß und haben eine leichte, gelb – schwarze Behaarung. Erd- , Mauer – und Holzlöcher, sowie Felsspalten und Nisthilfen sind beliebte Nistplätze der Wollbienen. Verschlossen werden diese mithilfe von Pflanzenhaaren. Als Nahrung für die Tiere dienen Schmetterlings- , Lippen- und Rachenblütler.

Pelzbiene

Pelzbienen haben eine grau – schwarzbraune Behaarung und sind mit 14 bis 15 mm im Vergleich zu den anderen Bienen relativ groß. Ihre bevorzugten Nistplätze sind Löcher im Boden oder in morschem Holz und Nisthilfen. Mithilfe von zurückgesetzter Membran verschließen sie ihre Nistplätze. Borretsch -, Primelgewächse und Lippenblütler sind beliebte Pflanzen für die Pelzbienen.

Maskenbiene

Die Maskenbienen sind mit 4 bis 9 mm die kleinste Wildbienenart, die wir euch vorstellen möchten. Die Maskenbienen sind an ihrem hellen Gesicht, das aussieht, als würden sie eine Maske tragen, und den hellen Flecken an Brust und Beinen gut erkennbar. Außer dem haben sie keine Haare. Mit einer seidigen Membran verschließen sie ihre Nistplätze, die sich in Hohlräumen, Holz oder hohlen Stängeln befinden. Glockenblumen, Berg – Sandglöckchen, Schnittlauch und Zypressen – Wolfsmilch nehmen sie besonders gern zu sich.
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