Hummelköniginnen halten ihren Winterschlaf eingegraben in der Erde und warten auf wärmere Temperaturen. Doch schon mit den ersten warmen Sonnenstrahlen im Frühjahr erwacht die Hummelköniginn aus ihrem Winterschlaf. Somit sind die imposanten Hummelköniginnen mitunter als erste Insekten anzutreffen.

Wie überleben Hummelköniginnen den Winter?

Nur Hummelköniginnen überwintern. Noch bevor sich die junge Hummelkönigin im Herbst eingräbt, füllt sie ihre Fettreserven und ihre Nektarblase auf. Ein Grund mehr, auch im Spätsommer darauf zu achten, dass noch genügend Trachtpflanzen vorhanden sind. Nun sucht sie sich mit Sorgfalt einen geschützten Ort aus und gräbt sich ein, dort harrt sie aus, bis sie von wärmeren Temperaturen geweckt wird.
Von warmen frühlingshaften Temperaturen geweckt, fliegt die Hummelkönigin aus und hat direkt zwei dringende Aufgaben zu erledigen. Zum einen, muss sie einen geeigneten Nistplatz finden, an dem sie ein neues Hummelvolk gründen kann. Und zum anderen, muss sie muss rasch neue Nahrung finden. Hummeln gehören zu den ersten aktiven Insekten im Frühjahr und sind je nach Witterung schon ab Ende Februar unterwegs. Ihr massiger Körper und ihre geringe Oberfläche, die von einem dichten Pelz bedeckt ist, macht sie recht kälteunempfindlich. Durch ihre Flugmuskulatur können sich die pelzigen Wildbienen „warmbrummen“, dazu wird die Flugmuskulatur angestrengt, ohne zu fliegen, so können auch Kälteeinbrüche überstanden werden. Allerdings verbraucht diese „Flugheizung“ viel Energie, gerade wenn viele Pflanzen ihre Blüten aufgrund von schlechtem Wetter nicht öffnen machen Schlechtwetterphasen den Hummeln zu schaffen.

Helfen Sie entkräfteten Hummelköniginnen mit Zuckerlösung!

Leider kommt es immer wieder vor, dass man entkräftete Hummelköniginnen findet, die auf ihrer Suche nach Nektar keinen Erfolg hatten. Irgendwann sind auch die letzten Energiereserven aufgebraucht und die Hummelkönigin stirbt den Hungertod. Wer eine entkräftete Hummelkönigin findet, kann ihr leicht helfen. Dazu einen halben Teelöffel Zucker in etwas lauwarmen Wasser auflösen und der Hummel auf einem Löffel anbieten. Mithilfe ihres Saugrüssels kann die Hummel den Zucker aufnehmen, der hier ein einfacher Nektarersatz ist und mit neuer Energie ihre Suche fortsetzen. Man kann die Hummel vorsichtig mit einem Stück Pappe oder den bloßen Händen aufnehmen. Wer eine Hummelkönigin im Frühjahr rettet, hat nicht nur eine einzige Hummel gerettet, sondern einen ganzen Hummelstaat, denn nun wird sich die Königin aufmachen ein neues Volk zu gründen.
Die Nahrungsvorräte vom Vorjahr sind fast aufgebraucht, deswegen ist die Hummelkönigin auch schon früh im Jahr auf ausreichend nektarspendende Blüten angewiesen. Der süße Nektar sichert ihr das Überleben, um aber ein Volk zu gründen braucht sie proteinreiche Nahrung in Form von Pollen.

Gestalten Sie Ihren Garten Hummel-freundlich

Am besten helfen wir den pelzigen Gesellen, wenn wir unsere Gärten hummelfreundlich gestalten. Die Hummel an sich ist nicht wählerisch, was ihre Nahrungspflanzen angeht, sie können sich an den Blüten von mehreren Pflanzenfamilien bedienen. Passt der Rüssel der Erdhummel nicht, beißt sie die Blüte einfach seitlich auf, um an den Nektar zu gelangen.
Gerade im Frühjahr sind die jungen Königinnen auf ein reiches Blütenangebot angewiesen. Beliebte Frühblüher sind:

    • Krokusse, Kegelblume (Puschkinia libanotica)
    • Schlüsselblume
    • Blausternen (Scilla siberica)
    • Traubenhyazinthe (Muscari armeniacum)
    • Schneeglöckchen
    • Kätzchenweide und früh blühende Obstbäume wie Pflaumen.

 

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